Die behaupten, da wäre eine Eizelle die sich spaltet und wieder und wieder spaltet bis der weiche Klumpen die Form eines winzigen, menschlichen Herzens angenommen hat, aus dem dann Arme, Beine und der Kopf wachsen und das anschließend den Korpus schafft, der es beschützt.
Es gibt also keinen Anlass zur Vermutung, dass
der kleine Marokkaner, der in dem hoffnungslos überfüllten Supermarkt plötzlich ein Brotmesser (Restpostenkiste, neben der Kasse) aus der Verpackung reißt um es der jungen (und übrigens bildhübschen) schwedischen Austauschschülerin vor ihm erst in den Rücken zu rammen und danach mit demselben Messer ihren Schädel vom Rumpf abzutrennen um diesen dann über den Parkplatz und durch die Straßen der Kleinstadt zu tragen…
also dass dieser Marokkaner etwas anderes tat, als seinem Herzen zu folgen.
Sechsundvierzig plus zwei, langfristig fickt der Schatten die Seele in den Arsch. Sechsundvierzig plus zwei, warten auf die große Ankunft. Sechsundvierzig plus zwei.
Es ist okay wenn du weinst.
Steinbart, Mai 2011.




