Wintermorgen in dunkel und zu warm, 06:45. Ich habe eine Stunde im Zimmer des Doktors verbracht und bin mir jetzt sicher, dass er solide Nebeneinkünfte hat. Keine Spur von Aufrichtigkeit oder Mitgefühl. Er ist ein bezahlter Agent, ein Stimmungsmacher, wie die meisten Wissenschaftler da draußen.
Zurück im Zimmer bin ich gerade dabei, meine Sachen in die Tasche zu räumen als es an die Tür klopft. Da uns nur sehr wenig Zeit bleibt, bleiben uns nur Fetzen – kleine, vibrierende Filmschnipsel – die Umarmbung bei bereits geöffnetem Kittel, meine Hand in ihrem Haar (weich), Zähne und Lippen (warm), vermutlich steuern wir das Bett an, meine Zunge zart über ihrer Spalte (feucht), dann fester, während ihre Beine sonstwohin zeigen,
“…!”
“Hm?”
“Mach schon…”
einen Nippel zwischen den Fingern (hart), eine kleine Hand auf der großen Hand auf der Brust (fest), plötzlich alles sehr nass, sehr warm, drei oder vier kochende Minuten lang mit zwei Finger in zwei
“…” (ins Kissen)
ein Positionswechsel (hektisch), mein Schwanz in einem Hochofen mit rot bemalten Toren auf denen Warnschilder angebracht sind, vermutlich stehe ich, meine Knie schlackern, Zähne und Lippen (hart)
“… … …!!!” (nach innen)
erneuter Positionswechsel, sie liegt auf dem Bett, den Kopf überstreckt, hektische rote Flecken am Hals, eine pulsierende Ader unter der Haut und ich lasse meinen Schwanz einige Sekunde lang auf ihrem Schamhügel liegen (nass, zuckend), sie greift mit zwei Fingern nach einem Nippel und ihr Kopf geht hoch, genau im richtigen Moment
“Ooh du Schwein…”
selbstbewußter Eintritt, dann langsame Schübe (tief), meine Knie spielen jetzt völlig verrückt, kann kaum noch stehen, plötzlich ist sie auf der Seite, den Kopf im Kissen, dann auf dem Bauch und ihr Arsch vor mir, ich ziehe mich zurück, kühle ab und bekomme einen Schulterblick, der sich festsetzen wird in meiner Erinnerung – eine Mischung aus Furcht und Gier, plus Strähne und verschmiertem Rot – danach bricht etwas los, dass die charakteristischen Merkmale einer Vergewaltigung aufweist und in einem Inferno aus brodelndem Treibgold endet.
Es ist bereits hell als wir nebeneinander auf den Stufen stehen und es kurz machen. Wir wollen uns schreiben. Ich nehme meine Tasche in die Hand und ihren Blick auf die Schulter. Dann gehe ich los.
Steinbart, Dezember 2011.




