Vier Uhr fünfundvierzig und ein Alien auf meiner Bettkante: das übliche Format mit Mandelaugen, knisternder Haut und einem sanften, pulsierenden Leuchten im Körper, das durchstrahlt und den Raum erfüllt. Es ist Zeit auszusteigen, umzusteigen in die leergefegten Straßen, vor den Stürmen, nach den Kämpfen, Haut aus Schmetterlingsflügeln, Zeit für den Wiederaufbau, Zeit für die Schreibmaschine (das Programm, mit dem ich mein Zeug schreibe). Einen Moment lang sitzen wir nebeneinander auf der Bettkante und starren hinaus in den schwarzen Hinterhof, Lichtjahre entfernt von unserer Vergangenheit, dann Kaffee und Zigarette und fünf Stunden Aufenthalt im Morgenmantel über dem flüssigen Monitor, starre Augen mit weißen Buchstaben drauf, das leise Summen der Aggregate. Fünf Stunden Marsch auf den Trampelpfaden halbfertiger Psychogramme, Schwarzfahren im Intercity Walter Wahrnehmung, kreuz und quer durchs Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Fünf Stunden Blutspende für eine Handvoll Absätze, die goldenen Krücken auf denen ich mich durch den Rest des Tages schleppe.
Was auch immer es ist, ich möchte nicht tauschen.
Steinbart, August 2011.




